Lightpainting

Dass Fotografieren malen mit Licht heißt, kann man auch ganz wörtlich nehmen. wenn Die Sonne untergegangen ist, können Objekte mit eine Langzeitaufnahmen und Leuchtmitteln „bemalt“ werden.

Zwei unterschiedliche Arten des Lightpainting gibt es. Zum einen gibt es die Möglichkeit, dass man die Lichtspuren selbst aufnimmt, die man mit Taschenlampen, LED-Leuchten oder ähnlichem erzeugt (sieht dann aus wie die Autolichter bei einer lang belichteten Nachtaufnahme). Zum anderen gibt es die Möglichkeit die Lichtquelle selbst aus dem Bild herauszulassen und somit nur das kreativ beleuchtete Objekt aufzunehmen.

Die letzte Möglichkeit möchte ich kurz vorstellen. Natürlich mit der dazugehörigen Anleitung, wie man ein solches Bild in der Praxis erzeugt.

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Zunächst wartet man auf genügend Dunkelheit. Es muss nicht stockfinstere Nacht sein, aber wenig Licht ist schon von Vorteil. Dann baut man das Stativ auf und richtet die Kamera aus. Wichtig ist nun das man nicht versucht eine korrekt belichtete Aufnahme zu produzieren. Die Aufnahme sollte stark unterbelichtet sein und ein geringer ISO-Wert eingestellt sein, denn das Bild wird ja manuell mit weiterem Licht ausgeleuchtet. Es wird sich, trotz der Unterbelichtung eine lange Belichtungszeit ergeben.

Nun sind alle Vorbereitungen getroffen und es kann losgehen. Der Auslöser wird gedrückt und man startet mit Taschenlampen, Speedlites und allem, was sonst noch so leuchtet, das Licht gezielt in der Szene zu setzen. Ist der Verschluss wieder zu, sieht man das Ergebnis auf seinem Kameradisplay.

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Kommt man mit diesem Vorgehen nicht zum gewünschten Ergebnis, kann man das Ausleuchten auch zeitlich entzerren indem man einzelne Aufnahmen erzeugt. Diese Einzelfotos können danach als mehrere Ebenen mit Photoshop oder Pixelmator und dem Modus „Aufhellen“ verrechnet werden. Mit Ebenen-Masken kann auch gesteuert werden, wo genau das Licht der entsprechenden Ebene angezeigt, oder ausgeblendet werden soll.

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Neutraldichtefilter (Graufilter)

Bei bewegten Objekten wie beispielsweise Wasseroberflächen finde ich es sehr schön, diese durch lange Belichtungszeiten zu verwischen. Es gibt aber durchaus Situationen, in denen dies nicht ohne weiteres möglich ist. Ist zu wenig Licht vorhanden, schaffen es moderne Kameras mit immer höheren ISO-Werten zu arbeiten, um mit kurzen Belichtungszeiten unverwackelte passable Ergebnisse zu liefern. Wenn also wenig Licht vorhanden ist, kann man problemlos mit langen Belichtungszeiten arbeiten. Was aber, wenn ich viel Licht habe und lange Belichtungszeiten für Wischeffekte brauche? Wenn Wasser cremig, Autos nur als farbige Spuren und Menschen als huschende Geisterbilder erkennbar sein sollen. Ich kann die ISO-Werte nicht unendlich verringern. Ich muss also das Licht schon vor dem Eintreffen auf dem Sensor verringern.

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Dazu kann ich sogenannte Neutraldichtefilter oder umgangssprachlich Graufilter verwenden. Diese werden auf das Objektiv geschraubt und halten Licht zurück. Ich kann so auch bei viel Licht lange Belichtungszeiten realisieren. Dabei ist der Graufilter nur eine getönte Glasscheibe und funktioniert wie eine Sonnenbrille.

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Wieviel Licht zurück gehalten wird bestimmt die Stärke des Filters. Die Einheiten variieren dabei. Es gibt Werte für die neutrale Dichte, den Verlängerungsfaktor und für die Blendenstufen die reduziert werden. Bei der Verwendung eines Filters bei dem die Stärke mit Werten von 3,0 für die neutrale Dichte, 1000 für den Verlängerungsfaktor, oder 10 für die Blendenstufen bedeutet dies:

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Aus einer Belichtungszeit von 1/1000 s ohne den Filter wird nach dem Aufschrauben eine Belichtungszeit von einer Sekunde. Es entsteht dabei ein gleich belichtetes Bild. Bewegungen werden hierdurch unscharf. Fokussieren sollte man allerdings vor dem Aufschrauben des Filters und spätestens danach den manuellen Fokus aktivieren, da durch starkes abdunkeln durch den Graufilter auch der Autofokus und Sucher weniger Licht bekommen und man somit im Halbdunkel arbeitet.

Hat ja super geklappt

So ist das halt mit guten Vorsätzen. Man macht sie ganz euphorisch und dann ebbt es ein wenig ab. Gut, nach dem ersten Post direkt ein halbes Jahr Pause einzuschieben, ist vielleicht stärker abgeebbt, als geplant. Aber nun verweilt man ja auf der mac at camp ( http://www.macatcamp.de ) und fasst neue Hoffnung, dass es mit der Posthäufigkeit in naher Zukunft dann doch besser bestellt ist. In diesem Sinne ist auch schon ein nuer Artikel in der Vorbereitung. In diesem Sinne, bis hoffentlich bald.

Gute Vorsätze

Das Jahr neigt sich seinem Ende und je weiter es auf Silvester zugeht, desto mehr kramt man nach guten Vorsätzen für das Jahr 2012. Mein Vorsatz ist, meine Internet-Seite regelmäßiger mit Inhalt aufzufrischen. Das war letztlich der Grund für diesen Blog. Wenn es so einfach ist neuen Inhalt hinzuzufügen, dann sollte sich das doch wie von selbst machen, oder? Nun, wir werden sehen. Hier sollen regelmäßig die Beute meiner Fototouren, Schnappschüsse des Tages und auch der ein oder andere Tipp gepostet werden. Ich bin gespannt, wie häufig und fleißig ich dieses Vorhaben umsetzen werde. Den Lesern der ersten Stunde wünsche ich einen „guten Rutsch“ und allen, die erst 2012 reingeklickt haben, wünsche ich einen guten Start in ins neue Jahr und alles Gute.

Euer Jan.

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